Nachhaltigkeit
Die EU-Verpackungsordnung (PPWR) – hier sind die
wichtigsten Informationen
Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, Verpackungsmüll deutlich zu reduzieren und nachhaltiger mit Ressourcen umzugehen. Hintergrund sind steigende Müllmengen, ineffizientes Recycling und die Belastung von Umwelt und Klima.Dann sprechen Sie uns an!
Warum ist die Reform notwendig?
In den letzten Jahren ist das Verpackungsaufkommen stark
gestiegen. Ein großer Teil davon besteht aus Einwegplastik
und wird nicht ausreichend recycelt. Das führt zu:
- Umweltverschmutzung
- erhöhtem CO₂-Ausstoß
- unnötigem Ressourcenverbrauch
Die Reform soll diesen Entwicklungen entgegenwirken und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft fördern.

Die wichtigsten Ziele
Weniger Verpackung
Unternehmen sollen Verpackungen reduzieren und unnötige Materialien vermeiden.
Ziel ist es, das Müllaufkommen pro Person deutlich zu senken.
100 % recycelbare Verpackungen
Bis 2030 sollen alle Verpackungen so gestaltet sein, dass sie vollständig recycelt werden können. Gleichzeitig soll der Anteil an recyceltem Material steigen.
Mehr Mehrweg statt Einweg
Wiederverwendbare Verpackungen – etwa Flaschen oder Versandlösungen – sollen stärker genutzt werden. Händler werden verpflichtet, entsprechende Optionen anzubieten.
Verbot bestimmter Einwegprodukte
Einige Einwegverpackungen, insbesondere aus Plastik, sollen vollständig verboten werden – etwa bei Obst, Gemüse oder kleinen Portionspackungen.
Einheitliche Regeln in der EU
Einheitliche Kennzeichnungen und Standards sollen dafür sorgen, dass Recycling in allen Mitgliedsstaaten einfacher und effizienter wird.

Zeitplan bis 2040
Bis 2030
- Einführung erster verbindlicher Vorgaben
- Alle Verpackungen müssen recycelbar sein
Bis 2035
- Ausbau von Mehrwegsystemen
- Deutlich höherer Einsatz von Recyclingmaterial
Bis 2040
- Spürbare Reduktion des Verpackungsmülls
- Etablierung einer umfassenden Kreislaufwirtschaft

Nachhaltig und gut für das Klima,
so stellen sich viele Endverbraucher und Unternehmen heute eine moderne Verpackung vor. Nur wenige Produkte können dieses von sich behaupten. Wer ökologisch und umweltverträglich versenden möchte, kommt um Wellpappverpackungen nicht herum. Wellpappprodukte schonen die nur begrenzt verfügbaren Ressourcen der Erde und bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen.
Seit Anfang der neunziger Jahre stieg der jährliche Papierverbrauch um 2,6 %, im Vergleich hierzu stieg der Waldbestand in Europa seit Anfang des 19. Jahrhunderts um das Dreifache. (Quelle: Europäischer Papierverband CEPI)
Fast zu 100 % lassen sich Kartonagen und Wellpappen recyceln. Nach dem Gebrauch werden die Wellpappprodukte dem Altpapier zugefügt und der Recyclingprozess kann beginnen. Um Wellpappe oder Karton herzustellen, wird ein Altpapieranteil von ca. 80 % wiederverwendet, nur ca. 20 % der Verpackung besteht aus Frischfasern. Diese Frischfasern wurden aus nachhaltig geführten Baumbeständen gewonnen.

Prädikat: Ökologisch wertvoll!
Ab dem Jahr 1991 gilt die Verpackungsverordnung, die u. a. Quoten zum Recyceln vorschreibt. Die Industrie, der Handel und auch der Endkunde können ihre gebrauchten Verpackungen der Entsorgung zufügen und in den Recyclingprozess einbinden. Zwischenzeitlich gibt es weitere Gesetze zur Verpackungsverordnung. Interessant dürfte für Versender von Transportverpackungen die 5. Novelle der Verpackungsverordnung sein. Erstinverkehrbringer müssen ihre Verpackung lizensieren lassen und Gebühren zahlen.
Haben Sie Fragen zu diesem oder einen anderem Thema rund um die Verpackung?
Wir sind für Sie da!
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